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US-Regierung beendet Kartellrechts-Untersuchung zu Online-Musikdiensten

in Music for all 27.12.2003 07:51
von Kokiri • Kaoh | 148 Beiträge

US-Regierung beendet Kartellrechts-Untersuchung zu Online-Musikdiensten

US-Regierung beendet Kartellrechts-Untersuchung zu Online-Musikdiensten

Mitte 2001 startet das US-Justizministerium eine kartellrechtliche Untersuchung des Online-Musikgeschäfts -- diese wird nun ohne weitere Maßnahmen oder juristische Verfahren gegen die Musikbranche beendet. Die Antitrust-Abteilung des Ministeriums hatte anfangs befürchtet, die Zusammenarbeit der großen Musiklabels bei eigenen, kostenpflichtigen Musikangeboten im Netz wie MusicNet und Pressplay (mittlerweile von Roxio mit Napster 2.0 zusammengelegt) könne gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen. Außerdem wollten die Wettbewerbshüter überprüfen, ob urherberrechtlichen Regelungen und Lizenzbedingungen, die die Major-Labels benutzen, um den Online-Vertrieb ihrer Musik zu kontrollieren, diskriminierungsfrei sind, also unabhängigen Anbietern eigene Offerten ermöglichten.

Man habe keine Anhaltspunkte dafür gefunden, dass die Kooperationen der Plattenfirmen den Wettbewerb oder die Kunden von digitalen Musikdiensten geschädigt hätten, heißt es in einer Erklärung des Justizministeriums. Die Kunden könnte auf eine wachsende Zahl von Angeboten zurückgreifen, die offiziell lizenzierte Musik im Internet vertreiben. Und die steigenden Benutzerzahlen beweisen nach Ansicht des US-Justizministeriums, dass dieser Markt auch funktioniere. Es gebe zudem keine unzulässigen Absprachen zwischen den Labels über die Lizenzbedingungen.

Insgesamt habe sich die Welt der digitalen Musikangebote seit dem Start der Untersuchung dramatisch verändert, erklärte der stellvertretende Justizminister Hewitt Pate unter Bezugnahme auf den Druck, unter den die Branche durch Tauschbörsen wie Kazaa geraten sei. Besonders das Auftauchen neuer Konkurrenten, die wie Apples errfolgreicher iTunes Music Store nicht von der Musikbranche kontrolliert würden, und der Verkauf des Pressplay-Jointventures durch Sony und Universal habe zu einer veränderten Lage beigetragen. Bei diversen Anbietern könnten die Kunden nun Songs aller fünf großen Labels (Sony, BMG, Universal, Warner Music, EMI) im Internet bekommen, hielt Pate weiter zur Begründung der Verfahrenseinstellung fest


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#2

RE:US-Regierung beendet Kartellrechts-Untersuchung zu Online-Musikdiensten

in Music for all 02.01.2004 12:25
von Baka
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